Die Herkunft der Norwegischen Waldkatze

Die Norwegische Waldkatze hat sich ohne Einfluss des Menschen in Skandinavien entwickelt, wo sie „Norsk Skogkatt heißt.

Die Norwegische Waldkatze zählt zu einer der wenigen Rassen, die sich auf natürlichem Weg entwickelt hat. Durch ihr Fell ist die Rasse optimal an die die extrem kalten und schneereichen Winter angepasst.

Als Mäusejäger lebte sie auf den skandinavischen Bauernhöfen wie eine gewöhnliche Hauskatze. Durch die Vermischung mit Hauskatzen geriet die Norwegische Waldkatze Ende der 60er Jahre in Gefahr.

Die Kätzchen hatten meist ein kurzes Fell, da das Gen für Kurzhaar dominant war.

Durch den Zusammenschluss einiger Norweger zu einer Interessengemeinschaft, wurde ein Erhaltungszuchtprogramm ins Leben gerufen, durch das das ursprüngliche Erscheinungsbild der Norwegischen Waldkatze gerettet werden konnte.

Seit 1977 ist die Norwegische Waldkatze eine anerkannte Rasse, und wird auf alle Erdteilen gezüchtet.

Äußeres Erscheinungsbild

Charakteristisch für das Aussehen der Norwegischen Waldkatze ist das halblanghaarige Fell.

Norweger sind große Katzen mit einem langgestreckten Körper.

Die Hinterbeine sind etwas länger als die Vorderbeine. Dadurch kann sie weite fürstliche Sprünge machen.

Während Katzen ein Gewicht von 3,5 kg bis 6 kg erreichen, wiegt ein Kater zwischen 5kg und 8 kg.

Das Fell der Norwegischen Waldkatze sorgt dafür, dass die Katze auch niedrigsten Temperaturen trotzen kann. Das Unterfell besteht aus weicher dichter Wolle. Darüber liegt eine Schicht mit langen, fettigen Grannenhaaren, dass Nässe einfach abprallen lässt und das Unterfell trocken hält. Im Winter wird das dicke Winterfell unter dem Bauch, am Hals, an der Brust und am Schwanz besonders lang. So vertragen die Katzen sogar Temperaturen bis zu minus 30 Grad.

Laut Rassestandard sollte der Schwanz der Norwegischen Waldkatze bis zu den Schulterblättern reichen, wenn man ihn auf den Rücken legt. Die Norwegische Waldkatze ist dazu in der Lage sich mit Ihrem Schwanz einzuwickeln, was zusätzlich für Wärme sorgt. Die Norwegische Waldkatze wird in fast allen Farben gezüchtet.

Wesen

Die Norwegische Waldkatze ist bei entsprechender Sozialisierung äußerst menschenbezogen. Im Zusammenleben mit ihren Menschen gibt die Katze häufig Gurrlaute von sich, als würde sie versuchen zu kommunizieren.

Die Norwegische Waldkatze ist meistens bis ins hohe Alter verspielt, und ist für ihre temperamentvolle Art bekannt. Norweger lieben es zu kuscheln und fordern ihre regelmäßigen Streicheleinheiten regelrecht ein. Die liebevolle Art der Norwegischen Waldkatze und ihr sanftes Wesen machen die Rasse zu einer beliebten Familienkatze.

Haltung

Wie die meisten Katzen lieben Norwegische Waldkatzen es in Gesellschaft zu sein, eine Haltung als Einzelkatze ist daher eher ungeeignet. Des Weiteren sollten Sie daran denken, dass diese temperamentvollen Tiere viel Beschäftigung und genügend Platz brauchen.

Da die Katzen insbesondere im Frühjahr stark haaren, ist regelmäßige Fellpflege ein Muss. Während des restlichen Jahres reichen einmal die Woche kämmen und Bürsten vollkommen aus.

Häufige Krankheiten

Die Norwegische Waldkatze gilt im allgemeinen als besonders robust. Allerdings ist die Population der Norwegische Waldkatze wie viele Katzenrassen von einigen Erbkrankheiten betroffen, die auf unüberlegte Verpaarungen zurückzuführen sind. Zu den typischen Krankheiten zählt die Hypertrophe Kardiomyopathie (eine Herzkrankheit) und Gelenkprobleme so wie eine spezielle Glykogen Speicherkrankheit.

Glykogen-Speicherkrankheit

Ehrliche Katzenzüchter lassen Ihre Zuchttiere vom Tierarzt unter anderem auf GSD 4 testen. Nur so lässt sich sicherzustellen, dass ausschließlich gesunde Katzen zur Zucht genutzt werden und die Verbreitung von Erbkrankheiten vermieden wird.

GSD 4 ist die Bezeichnung für eine Glykogen-Speicherkrankheit, die rezessiv vererbt wird und von der lediglich die Norwegische Waldkatze betroffen ist. Werden zwei Katzen miteinander verpaart, die das Gen für die Erkrankung in sich tragen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Katzen das Gen von beiden Elterntieren erben. Bei betroffenen Katzen liegt die Lebenserwartung meist bei wenigen Jahren.

So finden Sie den richtigen Züchter

Wenn Sie eine Norwegische Waldkatze bei sich aufnehmen wollen aber nicht die Zeit für ein Kätzchen haben, könnte das Tierheim ein guter Anlaufpunkt sein. Auch über Notorganisationen wie beispielsweise rassekatzen-im-tierheim.de werden immer wieder Norwegerkatzen vermittelt.

Wenn Sie auf der Suche nach einem Züchter für Norwegische Waldkatzen sind, sollten Sie sich dafür ausreichend Zeit nehmen.

Achten Sie insbesondere darauf unter welchen Bedingungen die Katzen aufwachsen. Bis zur 12 Lebenswoche brauchen junge Kätzchen in jedem Fall ihre Mutter. Sollten die Katzen wesentlich früher abgegeben werden oder das Muttertier fehlen, ist dies definitiv ein Grund dafür, die Suche fortzusetzen.

Zudem sollten Sie sich den Stammbaum zeigen lassen und/oder nach Unterlagen fragen, die den Gesundheitszustand der Elterntiere protokollieren. Um sicher sein zu können, dass Ihr Stubentiger frei von Erbkrankheiten ist, müssen die Tests bei beiden Elterntieren negativ sein.

Da Ihr Züchter in Zukunft ihr erster Ansprechpartner bei Problemen oder Fragen sein wird, ist es darüber hinaus hilfreich, wenn Sie auch auf menschlicher Ebene mit dem Züchter Ihrer Norwegischen Waldkatze zurechtkommen.

Zu guter Letzt empfehlen wir ihnen darauf zu achten, dass die Kätzchen bereits gechippt entwurmt und mehrfach geimpft wurden.

 

Bildquellen

Wide angle view of a pretty norwegian forest cat on the ground © Depositphotos.com/astrid208