Verstopfung bei Katzen

Verstopfung bei Katzen

Verstopfung bei Katzen kommen relativ häufig vor. In der Tiermedizin spricht man im Falle einer Verstopfung auch von einer sogenannten Obstipation. Darunter versteht man die Unfähigkeit des betroffenen Tieres, Kot abzusetzen oder eine merkliche Verringerung des Kotabsatzes in Menge und Häufigkeit. Eine Verstopfung bei Katzen lässt sich auf verschiedene Ursachen zurückführen. Während es sich in den meisten Fällen um weniger schwerwiegende Fälle handelt, kann eine Verstopfung in besonders schlimmen Fällen sogar lebensbedrohlich sein. Wie Sie eine Verstopfung bei Katzen erkennen, welche Ursachen es gibt und was Sie im Falle eines Falles tun können erfahren Sie in diesem Artikel.

Mögliche Ursachen für eine Verstopfung bei Katzen

Sollten Sie die Vermutung haben, dass Ihre Katze unter einer Verstopfung leidet, ist es wichtig die Katze genau zu beobachten. Nur so sind Sie dazu in der Lage festzustellen, welche Symptome Ihre Katze zeigt und wie sich die Verstopfung entwickelt. Zudem kann der Tierarzt auf der Grundlage Ihrer Erkenntnisse eine geeignete Therapie einleiten. Hierzu ist es besonders wichtig, herauszufinden, was die Verstopfung bei Ihrer Katze ausgelöst hat.

Folgende Faktoren gehören zu den gängigen Ursachen einer Verstopfung bei Katzen:

Fellbälle & Verknotungen als mögliche Ursache einer Verstopfung

Was viele Katzenbesitzer bei der Ursachenforschung für eine Verstopfung nicht in Betracht ziehen sind Haarballen. Diese entstehen bei der täglichen Fellpflege der Katze, werden in einem „Nebenmagen“ gesammelt und üblicherweise wieder erbrochen. Es kann allerdings passieren, dass die Katze nicht dazu in der Lage ist, den Haarball vollständig zu erbrechen, so dass dieser eine Verstopfung auslösen kann, wenn er im Körper der Katze verbleibt.

Auch verfilztes Fell um den After kann zu einer Verstopfung bei Katzen führen. Insbesondere bei langhaarigen Katzen, die krankheitsbedingt oder aufgrund von Übergewicht nicht dazu in der Lage sind, ihr Fell rund um den After selbstständig zu pflegen kommt es schnell zu Verfilzungen, so dass die Katze nicht mehr zum normalen Kotabsatz in der Lage ist. Sollten Sie also das Gefühl haben, dass Ihre Katze Verstopfungen hat, empfiehlt es sich den After zu kontrollieren und eventuell verfilztes Fell mithilfe einer geeigneten Schermaschine zu entfernen.

Verstopfungen infolge einer Operation

Wenn Ihre Katze nach einer Operation keinen Kot absetzt kann es sein, dass dies an den üblicherweise zum Einsatz kommenden Medikamenten liegt. Im Rahmen einer Operation bekommen Katzen meist Morphin, Buprenorphin oder Opiate zu Betäubungszwecken. Diese hemmen die Darmaktivität und verursachen somit eine zeitlich begrenzte Verstopfung. Dabei handelt es sich um eine normale Nebenwirkung der Medikamente, die spätestens einige Tage nach der Operation abklingt.

Stress und andere Psychische Ursachen für Verstopfungen

Katzen sind äußerst sensible, feinfühlige und oftmals sehr wählerische Tiere. Wenn Ihre Katze also vermeintlich unter Verstopfungen leidet, kann es auch sein, dass das Katzenklo nur verschmäht, weil es am falschen Platz steht oder allgemein nicht zu den Anforderungen Ihrer Katze passt. In einigen Fällen genügt es, dass Katzenklo an einen anderen (ruhigen) Platz zu stellen. Es kann allerdings auch sein, dass ihrer Katze das Katzenstreu nicht passt oder dass Ihr Vierbeiner statt eines offenen Katzenklos ein geschlossenes präferiert. Um sicherzustellen, dass nicht das Katzenklo die Ursache für die Verstopfungen ist empfiehlt es sich darüber hinaus auf eine gute Hygiene zu achten und das Katzenklo regelmäßig zu säubern. Bei mehreren Katzen in einem Haushalt reicht ein Katzenklo in der Regel nicht aus. Stellen Sie aus diesem Grund mindestens ein weiteres Klo für jede Katze auf.

Muss ich meine Katze bei Verstopfungen zum Tierarzt bringen

Um abschätzen zu können, ob Sie Ihre Katze zum Tierarzt bringen sollten, ist es wichtig, denn Schweregrad der Verstopfung abschätzen zu können. Eine leichte Verstopfung können Sie anfänglich selbst behandeln. Im Falle einer schweren Verstopfung sollten Sie jedoch umgehend den Tierarzt kontaktieren.

So äußert sich eine leichte Verstopfung bei Katzen:

  1. Die Katze setzt kleine Mengen Kot ab (meist in Form kleiner, harter Kugeln). Der Bauch der Katze ist leicht aufgebläht.
  2. So äußert sich eine schwere Verstopfung bei Katzen:
  3. Der Kotabsatz bleibt komplett aus. Der Bauch ist stark aufgebläht. Die betroffene Katze hat sichtbar Schmerzen, erbricht und ist antriebslos.

[su_note note_color=“#f29928″]Achtung: Bei jungen, alten und kranken Katzen sollten Sie im Falle einer Verstopfung umgehend zum Tierarzt fahren. Gleiches gilt für Verstopfungen, die länger als 36 Stunden andauern.[/su_note]

Hausmittel zur Behandlung einer Verstopfung bei Katzen

Milchzucker

Bei leichten Verstopfungen kann Milchzucker helfen. Da ausgewachsene Katzen laktoseintolerant sind und nicht über das zum Abbau von Milchzucker notwendige Enzym verfügen, können Sie keine Laktosehaltige Nahrung verdauen. Aus diesem Grund führt die Aufnahme von Laktose beziehungsweise Milchzucker zu Durchfall. Diesen Effekt können Sie sich zunutze machen, wenn Ihre Katze unter Verstopfungen leidet. Sollte Ihre Katze keine Milch trinken, können Sie versuchen, Ihr 1-2 Teelöffel Sahne zu geben.

Öle

Wenn Ihre Katze Verstopfungen hat, eignet sich Öl als natürliches Abführmittel. Hierzu können Sie dem Futter Ihrer Katze Oliven- oder Kokosöl hinzugeben. Öle haben eine leicht abführende Wirkung und können auch vorbeugend helfen, wenn Ihre Katze zu Verstopfungen neigt.

Ballaststoffe

ballaststoffreiche Nahrungsmittel wie Leinsamen oder faserreiche Gemüsesorten können helfen, eine leichte Verstopfung zu lösen.

In solchen Fällen sollten Sie zum Tierarzt gehen

Eine Behandlung auf eigene Faust sollten Sie nur dann vornehmen, wenn Ihre Katze eine leichte Verstopfung hat und sich sonst in einem guten Allgemeinzustand befindet (also aktiv ist und frisst). Wenn Ihre Katze allerdings unter einer schweren Verstopfung leidet ist es unbedingt notwendig, dass Sie zum Tierarzt fahren, sowie Ihre Katze:[su_list icon=“icon: check“ icon_color=“#55a93c“]

  • Gar keinen Kot mehr absetzt
  • Schmerzen hat
  • Einen aufgeblähten Bauch hat
  • Erbricht
  • Die Futteraufnahme verweigert[/su_list]

Der Tierarzt kann Ihrer Katze im Notfall mit Medikamenten oder einem operativen Eingriff helfen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.